The Avocado Incident

Avocado, Avocado, du bist so grün und matschig.

Avocado, Avocado, so grün, warum ist da ein Stein?

Avocado, Avocado, aua aua, ich bin mit dem Messer abgerutscht!

“Avocado, Avocado!”, rufe ich auf dem Weg in die Notaufnahme.

Manchmal, wenn ich spät nachts zum Supermarkt meines Vertrauens gehe und eventuell in einer komischen Stimmung bin, weil ich eigentlich gar nicht weiß, was ich kaufen soll, der Laden aber auf dem Weg lag und mir erst beim Gang durch die Schiebetür auffiel, dass ich eigentlich gar keinen Appetit habe…

Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass ich ein chronischer Tagträumer und kann mich selten überhaupt darauf konzentrieren in einer geraden Linie zu laufen. Außerdem besuche ich diesen Laden so oft, dass sich die Kassierer bestimmt schon Sorgen machen, wenn mal einen Tag gar nicht vorbeikomme um ungesunden Süßkram zu kaufen.

Lautsprecheranlage: “Wir haben einen 34er an der 94er! Ich wiederhole: Einen 34er!”

*Alarm geht an, Menschen rennen wild durcheinander, man befindet sich im Notstand. Die Kassierer-Avengers vereinen sich, fliegen durch mein Fenster und tragen mich zum Chipsregal.*

Jedenfalls, wenn ich mich in dieser Situation an der Schiebetür wiederfinde, gibt es keinen Weg zurück mehr. Schließlich würde es ziemlich blöd aussehen, wenn ich urplötzlich eine 180 Grad Kehrtwende machen und den nächsten Alkoholiker hinter mir umrennen würde. You don’t just pussy out of your Einkaufsladenexperience. Also ging ich rein und improvisierte einen Alibieinkauf.

Ergebnis dieses Einkaufs waren 1 kg Pommes, eine Flasche Diet (man muss ja auf seine schlanke Linie achten) und eben 2 Avocados.

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich natürlich nicht die geringste Ahnung, was ich mit diesen Avocados machen sollte. Ich kaufe so gut wie nie Avocados. Nun hatte ich aber 2 davon Zuhause und kein Toast oder Chips oder Tomaten oder was auch immer man typischerweise so mit Avocados kombiniert zur Hand. Das Gute ist ja, dass einen diese spontan improvisierten Einkäufe zwangsweise total kreativ machen. Also möchte ich hier nun zwei Rezepte um jeweils eine Avocado drumrum präsentieren.

Sie sind einfach, schnell und können sehr gut zur Resteverwertung benutzt werden. Also los!

Avocado-Bohnen-Räuchertofu-Extravaganza

Klingt nach viel, ist aber ganz wenig.

Zutaten:

  1. 1 reife Avocado
  2. ein bisschen Zitronensaft
  3. 1 Dose Kichererbsen
  4. 2 handvoll grüne Bohnen oder was auch immer man für Bohnen gerade Zuhause hat oder mag oder bei einem Alibikauf mitgenommen hat
  5. 1 Packung Bio-Räuchertofu von Rewe, der ist sehr gut. Man kann natürlich den Räuchertofu oder normalen Tofu nehmen, den man verdammt nochmal am besten findet aber es soll ja auch Leute geben, die sich mit Tofu nicht so auskennen und bei Tofu kann man leicht mal daneben greifen und deshalb sag ich das so also halt die Fresse.
  6. 1 EL Senf
  7. Rapsöl, oder jegliches anderes Öl, das man mag. Von mir aus auch Motoröl, falls du ‘ne Harley Davidson bist oder what.
  8. Salz und Pfeffer und vielleicht Knoblauchpulver oder sowas.

Zubereitung:

  • Um warm zu werden, kann man immer die Pfanne vorheizen. Oder drei Stunden wilden Küchensex haben. Whatever floats your boat.
  • Jedenfalls werden die Kichererbsen gefälligst abgetropft und abgewaschen. Die Bohnen aus der Tiefkühltruhe in die Mikrowelle geworfen, bis sie nicht mehr kalt und steinig sind und der Tofu wird in “mundgerechte Stücke” geschnitten. Oder in kleine Würfel. Oder halt große Würfel. Sollte halt noch mit einer Gabel aufspießbar sein, aber ich denke da kann auch der größte AfD-Wähler nichts falsch machen, ist schließlich nicht so schwer.
  • Öl und Tofu in die Pfanne geben und anbraten. Nach ein paar Minuten den Senf hinzugeben und gut auf dem Tofu verteilen. Das ganze so lange braten, bis das Zeug leicht knusprig ist.
  • Avocado in kleine Stückchen schneiden und ein bisschen in einer Schüssel zermatschen.
  • Bohnen, Kichererbsen, Zitrone und Tofu dazu. Eventuell noch ein bisschen Öl.
  • Den ganzen Kladeradatsch beliebig würzen und essööööön!

Guacamole-Spaghetti

Oh yeah, you heard me right.

Zutaten:

  1. 1 reife Avocado
  2. 2 Knoblauchzehen
  3. ein paar Tomaten, je nach Größe
  4. Spaghetti
  5. Zitronensaft
  6. ein bisschen von dem Kochwasser der Spaghetti
  7. Salz und Pfeffer

Zubereitung:

  • Avocado, Knoblauchzehen und Tomaten in eine geeignete Schüssel tun und mit dem Stabmixer kleinpürieren. Wer so posh ist und einen Food Processor hat, kann natürlich auch den nehmen. Normale Old-School-Mixer gehen natürlich auch.
  • Mit Salz und Pfeffer würzen, Zitronensaft hinzugeben.
  • Spaghetti kochen (da ist eine Anleitung auf der Packung, für die ganz Blöden. Ja, Harald, ich meine dich. Halt die Klappe, Harald. Niemanden interessiert wie geil dein neues Huawei ist, alle wissen, dass das kacke ist. Jaaa, Harald. Komm, geh!)
  • Ein bisschen was von dem Kochwasser abschöpfen.
  • Spaghetti abtropfen lassen, zurück in den Topf geben. Oder in eine Schüssel. Oder was auch immer.
  • Guacamole auf die Spaghetti geben und gegebenenfalls mit ein wenig Kochwasser verflüssigen. Schön umrühren.
  • Phraise it like a polaroit picture!

-J-

P.S.: Ich bin erstaunlicherweise durch den ganzen Text gekommen, ohne den Guacamole-Avocado-Song auch nur einmal zu erwähnen. Ich bin stolz auf mich.

Baiiiiii!

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