“I’m really busy right now, so… Yes, I’m writing a book at the moment.”

ImageSo sagt es jedenfalls immer meine geliebte Hannah. Und dann? Dann schreibt sie doch nie. Und um ehrlich zu sein, ging mir das auch so. Es ging mir schon sehr lange so und wenn ich ehrlich bin, dann ging mir das auch schon sehr lange auf den Sack.

Ich liebe es, zu schreiben. Ich habe meinen ersten Blog gemacht, da war ich 14 und dort schrieb ich dann nahezu jeden Tag. Das ging dann 2 Jahre so. Dann hörte ich auf – löschte alle Einträge – und fing wieder an. “Reboot” nannte ich das, “neue Ära”. Ja ja, mit 17 Jahren wollte ich schon was erreichen. Ich machte mir damals sogar einen Twitteraccount namens “planktonmusik”, weil mein Blog doch so hieß.

Twitter wurde tägliches Kommunikationsmittel und seelisches Ventil, der Blog hingegen verkümmerte. Und auch wenn ich gelegentlich versuchte, meine Schreibblockade zu überwinden – und ich auch sehr viele Ideen hatte, über die ich schreiben wollte, so wirklich wurde daraus nichts. Das hat mich genervt, schließlich wollte ich doch als Kind Bücher schreiben, und Tagebuch. Was war denn nur los?

Meine Einstellung war los, die war nämlich falsch.

Ich wollte immer alles. Ich wollte kreativ sein, ich wollte schreiben, ich wollte filmen, fotografieren, Sport machen, … Aber meistens war da nur der Wille und mehr nicht. Ich wollte auch immer meine Hausaufgaben machen, und, habe ich sie jemals vorzeigen können? Na ja, manchmal. Erledigt wurden sie aber dann auch erst in der letzten Sekunde. Ich erinnere mich nur zu gern an meine Facharbeit, welche eine totale Katastrophe war. Es ist ja nicht so gewesen, als dass ich zu wenig Zeit gehabt hätte, denn ich hatte ja sogar Osterferien dazwischen, nein. Die Bücher hatte ich auch schon früh genug ausgeliehen, nur gelesen hatte ich sie nicht. Und zwar gefiel mir der Gedanke daran, diese 14 Seiten zu schreiben: “Ha! Endlich eine Herausforderung!”, dachte ich noch schelmisch. Und im Endeffekt schrieb ich die Arbeit dann innerhalb von 48 Stunden (am Stück) und musste sogar die ersten beiden Stunden des Abgabetages schwänzen, weil ich noch zum Copyshop musste.

Prokrastination.

Das ist das Wort, welches die lästige Angewohnheit beschreibt, die mich so quält. Wikipedia geht sogar so weit und nennt mich “neurotisch”, das finde ich äußerst beleidigend. Ich lasse mich von keinem Wikipedia-Artikel beileidigen. Schon gar nicht, wenn er vielleicht recht haben könnte.

Nun ja, eben diese Prokrastination ist Schuld daran, dass ich lange nicht einen Text geschrieben habe. Nicht einmal über Themen, die mir Spaß machen. Nicht einmal über Videospiele, Bücher, Filme, Serien – egal! So geht das nicht weiter. Da muss was passieren. “Aber Jennifer”, höre ich euch vom anderen Ende des Internet herbeirufen, “jetzt komm’ doch mal zum Punkt! Was muss denn nun passieren?”

Und ich sage: “I’m really busy writing”, und diesmal schreibe ich wirklich! Hier! Regelmäßig! Diesmal for real. Versprochen.

-J-

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