“Mama”

Gestern war ich mit meiner lieben Freundin Anastasia im Kino. Ich hatte endlich die Gelegenheit meine Gutscheine einzulösen, die sie mir zum Geburtstag geschenkt hatte und gab ihr den Film aus, denn letztes Mal hatte sie für mich gezahlt.  Wir hatten uns am Nachmittag spontan entschieden “Mama” zu sehen.

“Mama” ist eine spanisch-kanadische Horrorfilmproduktion von Andrés Muschietti und basiert auf dem Kurzfilm “Mamá” von 2008, der ebenfalls von Muschietti ist.

Mamá (2008 Spanish short film) from Pablo Sierra on Vimeo.

Und wenn man den Kurzfilm so ansieht, dann bekommt man schon ein recht gutes Gefühl, wie “Mama” ist. Diese Szene ist sogar (ein wenig abgeändert) auch im Endergebnis enthalten und dort noch sehr viel eindrucksvoller. Auch der Trailer, den wir schon vor zwei Monaten gemeinsam gesehen hatten, sah sehr vielversprechend aus.

Der Film beginnt damit, dass der Vater der zwei Mädchen Lily und Victoria (zu dem Zeitpunkt 1 und 3 Jahre alt) zunächst seine Frau (und seine Arbeitskollegen – Finanzkrise 2008 und so) umbringt und später dann mit ihnen viel zu schnell eine verlassene Landstraße entlangfährt. Nach klassischen Horrrorfilmregeln verliert er die Kontrolle über das Steuer und fährt das Auto direkt in den naheliegenden Wald und in dessen Bäume. (Und ich dachte fast, ich säße in Silent Hill) Natürlich bleiben alle Beteiligten unverletzt und wandern im tiefsten Winter im Dickicht des Waldes umher bis sie eine kleine Holzhütte finden. Dort gehen sie hinein und das ältere Mädchen sieht bereits die Gestalt einer Frau, worauf der Vater nicht eingeht, weil er psychisch komplett am Ende ist, schließlich hat er gerade seine Frau getötet. Als er dann auch sein eigenes und das Leben seiner Kinder beenden möchte, wird er von der Geistergestalt, ähm, davon abgehalten. Von diesem Moment an sind die Mädchen auf sich allein gestellt, während ihr Onkel und Bruder ihres Vaters 5 Jahre braucht um sie zu finden…

Und viel mehr darf man auch gar nicht von dem Film erzählen. Auch weiter Teaser, Trailer und Filmausschnitte würde ich mir nicht ansehen, denn dadurch nimmt der Grusel doch gehörigen Schaden. Das ist jedoch bei jedem Horrorfilm so. Ich habe mir jedenfalls sehr gegruselt und konnte an vielen Stellen nicht einmal hinsehen (Ich bin aber auch ein ganz schöner Angsthase. Anm. d. Red.). Die Schauspieler leisten allesamt großartige Arbeit. Auch cinematographisch ist der Film großartig, man wird als Zuschauer nur an ausgewählten Stellen eingeladen, das Monster zu sehen, fühlt sich jedoch niemals von der Action ausgeschlossen. Auf Schockeffekte wurde größtenteils auch verzichtet, beziehungsweise wurden jene Effekte clever eingesetzt und nicht als billiger Gruseleffekt genutzt, denn den alten “Buuh!! Da komm ich plötzlich ins Bild!”-Effekt kann ja nun wirklich keiner mehr sehen.

Alles in Allem werden in “Mama” klassische Horrorfilmmanieren auf eine clevere und nicht übertriebene Weise mit einer neuen und innovativen Story kombiniert, welche vom Pacing und von der allgemeinen cinematographischen Leistung her perfekt umgesetzt ist. Auf diese Weise sitzt man als Zuschauer nicht gähnend im Kinositz und schaut alle 10 Minuten auf die Armbanduhr, sondern fiebert mit, ist gespannt wie sich die Story auflöst und gruselt sich währenddessen gehörig. (Zumindest, wenn man ein Angsthase ist, für alle anderen kann ich nicht sprechen.) Und genau das ist auch, worauf alle Kinogänger und Filmfans sehr lange warten mussten. Die letzten Jahre bekam man ja nur halbherzige Möchtegerngrusler für 13jährige Mädchen, wie zum Beispiel “Paranormal Activity” oder Slasher. Innovation ist in Hollywood in diesem Genre, wie auch in jedem anderen Genre auch, ein seltenes Phänomen und genau deswegen gefällt mir dieser Film sehr gut.

Ob man den Film im Kino sehen möchte, oder lieber daheim bei Kerzenlicht und Gruselstimmung ist Geschmackssache. Ein abgedunkelter Raum ist jedoch dringenst empfohlen.

Mich interessiert auch eure Meinung dazu! Wie haben euch der Kurzfilm und der Trailer gefallen? Und falls ihr den Film schon gesehen haben solltet, wie fandet ihr ihn?

-J-

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“I’m really busy right now, so… Yes, I’m writing a book at the moment.”

ImageSo sagt es jedenfalls immer meine geliebte Hannah. Und dann? Dann schreibt sie doch nie. Und um ehrlich zu sein, ging mir das auch so. Es ging mir schon sehr lange so und wenn ich ehrlich bin, dann ging mir das auch schon sehr lange auf den Sack. Continue reading